Bilderflut

Der Montag gehörte Guggenheim. Für die Ausstellung The Guggenheim Collection in der Bundeskunsthalle brauche ich sicher nicht zu werben. Wahrscheinlich wird sie einige Besucherrekorde brechen, und meiner Meinung nach auch zu recht. Man wird nicht oft im Leben die Gelegenheit haben so viele Klassiker der Kunstgeschichte gehäuft im Original zu sehen.

Die Werke der Ausstellung sind nicht nur sehr gut ausgewählt, die Themenabfolge und die Hängung sind für so eine umfangreiche Sammlung erstaunlich gut gelungen. Trotz hohen Besucherandrangs kann man sich auf die Objekte konzentrieren ohne ständig in irgendwelchen Blickachsen zu stehen. Einen gewissen Andrang kann man bei solchen Ausstellungen nicht vermeiden.
Zudem wird der Besucher gut in die Themen eingeführt. In jedem Raum wird kurz schriftlich die Auswahl erläutert. Der Audioguide kostet allerdings zusätzlich, das gibt Punktabzug.

Wer es übrigens noch vor dem 12. November nach Bonn schafft wird mit der ergänzenden Ausstellung „The Guggenheim Architecture“ belohnt. Anhand von Plänen und Modellen wird hier die interessante Geschichte von Bauten und Projektentwürfen der Guggenheimmuseen erzählt. Hadid, Nouvel, Norten, Wright, Koolhaas etc. lassen das Herz des Architekturinteressierten höher schlagen. Besonders beeindruckt hat mich ein Entwurf von Hadid für ein Guggenheimmuseum in Singapur. Ich hoffe zu tiefst dass dies nicht nur eine Studie bleibt. Einzig für die Entwürfe von Gehry konnte ich mich noch nie begeistern, und ich bin erleichtert dass es auf Grund von Geldmangel in Manhattan nicht zu einem dieser Ausscheidungshaufen im Hudson gekommen ist.

Noch eine kurze Anmerkung: Ich habe noch nie verstanden warum in Museen diese Flüsteratmosphäre herrscht. Kunst ist etwas lebendiges und man durchschreitet keinen Friedhof. Warum ist es nicht möglich sich vor Kunstwerken in normaler Lautstärke zu streiten, zu freuen, zu philosophieren?

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