der Tag nach mittwoch#27

Ein paar Nachträge zum Wochenende:
Glücklicherweise hatte der Regen ja mal eine Pause eingelegt, und deswegen ging es Samstag wie angekündigt zur Rheinkultur nach Bonn. Es war eine Reihung von Unterschätzungen. Als erstes die Fahrtzeit falsch eingeschätzt, bzw. die Überlastung des ÖPNVs nicht einkalkuliert. Der Auftritt von Lambchob war bereits vorbei als wir ankamen. Zweitens die Besuchermassen unterschätzt. Wer konnte ahnen, dass diesmal ein neuer Besucherrekord aufgestellt wird. Drittens das Durchschnittsalter vollkommen überschätzt. Bin ich wirklich schon so alt, dass ich unter angetrunkenen postpubertierenden Studenten und Jugendlichen klaustrophobische Anfälle bekommen muss? Viertens hatte der Sponsor wohl einiges unterschätzt. Das Festival ist gratis und finanziert sich über den Verkauf von Getränken und Speisen. Schön wäre es gewesen, wenn denn die Brauerei aus die Bremen genügend Bier zum Verkauf angeboten hätte. Von sieben angesteuerten Bierpavillions auf dem Gelände konnte gerade mal einer Bier verkaufen. Fünftens war die Deutsche Bahn nicht in der Lage angemessen auf so eine Großveranstaltung zu reagieren.
Trotz allem habe ich den Auftritt von Calexico genossen, auch wenn die Konzertzeit in keinem Verhältnis zu An- und Abreise und der Bierodysee stand. Die Fantastischen Vier haben wir uns schon gar nicht mehr angesehen, denn irgendwie wollte ich auch wieder nach Köln kommen.

22819Sonntag dann die Parade vom CSD. Wieder einmal die größte Europas, und wieder einmal schön, lustig, ernsthaft und anstrengend. Die politische Aussage hat mir dieses Jahr besonders gut gefallen, insbesondere im Hinblick auf rückläufige Akzeptanz hierzulande, und der unfassbaren Situation in Osteuropa.
Bei einigen Mitgliedern der EU muss man sich ernsthaft fragen, wie sie trotz erheblicher Mißstände in Menschenrechtsfragen den Beitritt geschafft haben.

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