Gesamtkunstwerk

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Architektur ist erstarrte Musik.
Arthur Schopenhauer, deutscher Philosoph

Am Sonntag war ich in der Ausstellung Gottfried Böhm – Felsen aus Beton und Glas des Deutschen Architekturmuseums im Museum für Angewandte Kunst in Köln. Ich habe wohl selten eine so schlecht konzipierte Ausstellung besucht wie diese.

Zunächst war es schier unmöglich die Reihenfolge der Exponate zu erkennen. Irregeleitet sucht man den Anfang bis man genervt wahllos irgendwo beginnt. Dann der nächste Frust: Keine weiterführenden Informationen zu Plänen oder Modellen. Diese befinden sich spärlich in einem Begleitheft welches einem am Anfang in die Hand gedrückt wurde. Informationen die gerade bei Architekturausstellungen hilfreich wären sucht man vergeblich. Keine Umgebungspläne, kein Maßstab, keine Hinweise zum Wettbewerb oder zur Aufgabenstellung.
Da hängen fünf Zeichnungen eines Bauwerks und mittendrin eine Skizze eines komplett anderen Entwurfs. Vermutlich als Vergleich gedacht, jedoch einfach nur verwirrend da die spärliche Beschilderung darüber keinen Aufschluss gibt.

Im wahrsten Sinne des Wortes der Höhepunkt war die Höhe der Hängungen. Da steht man vor vier bis fünf Meter hohen Wänden an denen am obersten Ende unter der Decke Zeichnungen hängen. Diese werden dann auch noch so beleuchtet, dass man nur mit Mühe irgend etwas erahnen kann. Diese schlanken hohen Wände haben dann untereinander auch noch so geringe Abstände, dass man nicht einmal die Chance hat sich die Exponate unter der Decke aus einer anderen Perspektive anzuschauen.

Dem Kurator kann man nur sagen: Kläglich versagt!

Jedem Kölner rate ich sich die Bauten von Böhm lieber in der Realität anzuschauen. In der Umgebung sind genug Beispiele seiner Baukunst zu bestaunen, und man bekommt vermutlich mehr Einblicke als in der Ausstellung im MAK.

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