Geräusche des Weltalls

cloakroom

Eines der gefährlichsten Geräusche, das man machen kann, ist laut zu denken
Unbekannt

Dany hat ein Stöckchen gestartet. Die Regeln sind einfach: Der „Beworfene“ bekommt vom „Werfer“ ein Musikalbum vorgegeben, welches dieser dann in seinem Blog besprechen soll. Also eine Art freiwillig erzwungene Rezension.
Ich wurde nun von Chris beworfen, da der ursprüngliche Adressat nicht zur Verfügung steht.

Aufgabe: Das neue Album von Depeche Mode: Sounds of the Universe

Vorab muss ich gestehen dass ich nicht unbedingt zu einem regelmäßigen intro-Leser gehöre, oder der große Kenner der neueren Musikgeschichte bin.
Meine Rezension wird also vermutlich eher assoziativ, emotional geprägt sein, als analytisch wissenschaftlich. Aber persönliche Kritiken sind eigentlich auch spannender.

Ich hatte immerhin gute Anfangsbedingungen, denn ich besitze das Album bereits. Und das ist ungewöhnlich, denn es ist das erste Album von Depeche Mode welches ich besitze. Nicht das mir ihre Musik bisher nicht gefallen hat, aber in meinen Hörgewohnheiten tauchten immer nur einzelne Lieder von ihnen auf, nie ein ganzes Album.

Nun also Sounds of the Universe.
Es ist ein erstaunlich griffiges Album, soll heißen, auch wenn beim ersten Hören nicht viel hängen bleibt, so macht es doch Lust auf ein weiteres Mal. Wie bei so vielen Alben zeigt sich das Potential erst bei mehrfachem hören. Trotzdem legt man es nicht direkt nach einmaligen Genuss zur Seite. Also obwohl das erste Hören irgendwie ernüchtern ist, spürt man den Drang es nochmals zu hören.

Was auffällt ist, dass Sounds of Universe tatsächlich noch ein Album ist, also nicht einfach eine Sammlung an Einzeltiteln die in beliebiger Reihenfolge auf eine CD gepresst wurden. Ein Album im klassischen Sinn, auch in der Zusammenstellung komponiert, so dass man es auch durchhört.

Wenn ich die Einzelnen Titel individuell bewerte, so bekomme ich einen sehr hohen Durchschnittswert. Meine Highlights sind die Lieder In Chains, Wrong, Perfect und In Sympathy. Wobei ich mir bei letztem Lied schon beim ersten Hören einen Dancemix wünschte. Dieser Song hat hohes Zappelpotential, unglaublich starkes Lied, aus dem man aber noch mehr rausholen könnte.
Vier Highlights sind schon sehr gut, und da die anderen Lieder nicht so stark abfallen, kann ich getrost von einem sehr guten Album sprechen, welches ein sehr hohes Niveau hat.
Einzig die Lieder Peace und Come Back sagen mir nicht so zu.
Ich finde es erstaunlich was Depeche Mode trotz der bereits so lang anhaltenden Karriere noch bieten. Die Platte wirkt frisch und innovativ, jedoch ohne mit ihrem typischen Stil zu brechen. Es ist ein Album was deutlich die Sprache von Depeche Mode spricht, ohne allerdings unter das Rolling-Stone-Syndrom zu fallen, nämlich seit Jahren auf einer Stufe zu stehen und Fließbandware zu produzieren.
Trotzdem glaubt man mehrere Einflüsse zu erkennen. Es gibt immer wieder stellen die einem irgendwie bekannt vorkommen, man jedoch nicht eindeutig zuordnen kann wo hier Anleihen genommen wurden.
Mein Fazit: Absolut empfehlenswert!

Ich gebe das Stöckchen an Sebastian weiter. Seine Aufgabe wird sein etwas über das Album Big Whiskey and the GrooGrux King von der Dave Matthews Band zu schreiben.

7 Gedanken zu „Geräusche des Weltalls&8220;

  1. Du brauchst Dich meiner Meinung nach nicht mit der „emotional geprägten“ Rezension hinter den vielen „wissenschaftlich analysierten“ zu verstecken. Eine sehr feine Bewertung.

    Allerdings hast Du an niemanden weitergeworfen. 😉

  2. Oh, war heute morgen wohl „Titel eines Buches von Ralf Husmann“.

    Also, wenn sich Sebastian darüber freut gebe ich das Stöckchen natürlich gerne an ihn weiter. 🙂

    Und damit die Dave Matthews Band endlich auch mal in Deutschland bekannter wird, ist das Album Big Whiskey and the GrooGrux King zu rezensieren.

  3. Pingback: Sascha

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