Archives for category: Architektur

ZIP (Dateiformat)
Das ZIP-Dateiformat ist ein quelloffenes Format für komprimierte Dateien, das einerseits den Platzbedarf bei der Archivierung reduziert und anderseits als Containerdatei fungiert [...]



Da es ja hier eine paar Tage ruhig war, gibt es jetzt ein gezipptes Update:
Ostern wurde in der französischen Hauptstadt verbracht.

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Schöne Neuentdeckungen waren das Musée Jacquemart-André, das eine wirklich hervorragende kleine Sammlung beherbergt und auch noch eine temporäre Ausstellung spanischer Maler zu bieten hatte, die Maison La Roche von Le Corbusier und St. Denis mit der schöneren Kathedrale als Notre Dame und natürlich dem Stade de France.

Kino gab es in der Zwischenzeit auch: Precious und New York I Love You. Etwas mehr dazu findet man dazu bei meinem Begleiter Sascha hier und hier.
Zum gestrigen Film Crazy Hearts werde ich mir die Kritik ersparen, könnte sonst zu kritisch werden.

Die Ruhe hier hatte auch ein wenig mit einem Serverumzug zu tun. Nun ist alles technisch auf dem neuesten Stand, der Blog wurde von performancelastigen Plug-Ins befreit, und die Ladezeit sollte sich somit ein wenig verbessert haben.

Es gibt eine neue Rubrik. In der oberen Navigation findet man Augenblicke, unter der jeden Tag ein Schnappschuss des Tages abgelegt wird. Bewußt ohne Erklärungen oder Hinweise.

Mein geliebter FC hat den Klassenerhalt geschafft. Das dritte Jahr in Folge erstklassig, ein kleiner Erfolg, man ist ja bescheiden geworden. Der 2:0 Sieg gegen Bochum wurde live im Stadion miterlebt, und selbstverständlich lag der Sieg nur an diesem wunderschönen Trikot.

Lichtschalter in der Maison La Roche von Le Corbusier in Paris.



zugg

In der Oper ist alles falsch: das Licht, die Dekorationen, die Frisuren der Balleteusen, ihre Büsten und ihr Lächeln. Wahr sind nur die Wirkungen, die von ihr ausgehen.
Edgar Degas

Sonntag, Ausflug in die diesjährige europäische Kulturhauptstadt. Das Aalto-Theater stand auf dem Programm. Alvar Aalto hat Essen ein Architektonisches Meisterwerk hinterlassen. Eine nette kleine Führung brachte uns den Bau bis in kleinste Details näher. Und um auch die Funktionalität zu prüfen, wurde Abends dann eine Aufführung von Turandot besucht.

Ich bin nicht gerade der begeisterte Operngänger, mich zieht Theater einfach mehr an. Aber ab und an schaue ich dann doch gerne eine, besonders wenn sie in interessanten Opernhäusern aufgeführt wird. Das gesangliche und musikalische kann ich nicht so gut beurteilen, aber die Inszenierung hat mir gestern sehr gut gefallen. Gutes Bühnenbild, schöne Interpretation des Stoffs, und sehr politisch.

Share photos on twitter with TwitpicWas aber immer schlimmer wird, ist das Publikum. Sei es Kino, Theater oder Oper. Da wird unentwegt geredet, gehustet, geraschelt oder gar telefoniert. So schlimm wie gestern habe ich es noch nie erlebt. Verstärkt wurde diese Unruhe zum Zeitpunkt der Arie “Nessun Dorma“. Spätestens da habe ich die totale Kommerzialisierung unserer Kultur verflucht. Die Hälfte des Publikums fing an zu flüstern, man konnte mehrmals den Namen Paul Potts vernehmen, und ich glaubte eine Enttäuschung zu spüren als nach Beendigung nicht das Klanglogo der deutschen Telekom zu hören war.

Die Dauerbeschallung der Arie in dem Werbespot und die damit verbundene Emotionalisierung, weckt vollkommen falsche Erwartungshaltungen. Man kann sich davon kaum frei machen. Der Zauber der Arie ist für immer dahin. Das gleiche passierte damals mit La donna è mobile die mittlerweile unterbewusst immer noch Appetit auf Schokochrossies oder Tiefkühlpizza macht.
Irgendwie ist es schade, aber leider auch nicht zu verhindern. Ich finde es bereits schlimm genug, wenn die Musik deiner Jugend plötzlich im Supermarkt als softe Instrumentalversion deinen Einkauf begleitet. Man greift genüsslich nach dem Ziegenfrischkäse im Kühlregal, und vernimmt eine Version von Smells Like Teen Spirit gespielt von einem drittklassischen Sinfonieorchester, das ist das Grauen pur. Manchmal frage ich mich, ob wir uns kulturell auf dem Rückzug befinden, dem Mittelalter gleich. Nach und nach verflacht unsere Kultur und unser kulturelles Wissen, so kommt es mir vor. Aber vermutlich denkt das jede Generation, und der Schein trügt nur.