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	<title>ZONE G &#187; Medien</title>
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		<title>Gemischtes</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 13:28:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schorsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Aphorismus ist das Panorama eines Details. Eduard Acda Es atmet noch. Auch wenn sich hier abgesehen vom Augenblick des Tages momentan wenig tut, es lebt noch. Zum Beweis ein paar Gedanken zu aktuellen Themen: Seit ein paar Wochen Besitzer des iPhone4. Ich sehe den Medienaufstand, ich lese vom Antennenproblem, ich bin irritiert. Egal wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.zone-g.de/wp-content/uploads/2010/07/IMG_0014.jpg" alt="" title="IMG_0014" width="100" height="100" class="rahmenrechts size-full wp-image-2507" /></p>
<blockquote><p>Ein Aphorismus ist das Panorama eines Details.<br />
<span style="font-size:0.7em">Eduard Acda</span></p></blockquote>
<p>Es atmet noch. Auch wenn sich hier abgesehen vom <a href="http://www.zone-g.de/category/Augenblicke">Augenblick des Tages</a> momentan wenig tut, es lebt noch. Zum Beweis ein paar Gedanken zu aktuellen Themen:</p>
<ul>
<li>Seit ein paar Wochen Besitzer des iPhone4. Ich sehe den Medienaufstand, ich lese vom Antennenproblem, ich bin irritiert. Egal wie ich das iPhone in der Hand halte, ich kann den Fehler nicht reproduzieren. Erinnert irgendwie stark an <a href="http://nachrichten.rp-online.de/wirtschaft/fahrer-schuld-an-unfaellen-mit-toyota-autos-in-usa-1.81939">Toyota</a>. Vielleicht sollte man sich mal überlegen wer von solchen Nachrichten am meisten profitiert, und dann nochmals mit der Recherche von vorne beginnen?</li>
<li>Ein Bilderbuchsommer, und Deutschland stöhnt. Hausaufgabe: Noch sollte sich der Mensch der Natur anpassen und nicht umgekehrt. Wir sollten also wieder lernen mit dem Wetter zu leben, und es nicht als eine Fehlfunktion in unserem gezähmten Leben auffassen. Wenn man begreift, dass das Wetter nicht berechenbar ist, dann baut man evtl. auch wieder Züge die mit unberechenbaren Situationen zurecht kommen.</li>
<li>Stichwort Bahn: Wer es jetzt immer noch nicht begriffen hat, die Privatisierung von Gemeingütern ist in der Regel für das Gemeinwohl negativ. Beispiele gefällig? Ich empfehle gerne nochmals aus der Edition Le Monde diplomatique das Heft <a href="http://www.monde-diplomatique.de/pm/.edition/ausverkauft_inhalt">Ausverkauft</a>. Die beste Lektüre wenn man in einem ICE mit defekter Klimaanlage sitzt, oder in Berlin mal wieder auf die S-Bahn wartet.</li>
<li><a href="http://www.zone-g.de/wp-content/uploads/2010/07/IMG_0032.jpg"><img src="http://www.zone-g.de/wp-content/uploads/2010/07/IMG_0032-150x150.jpg" alt="" title="IMG_0032" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2512" /></a>Vielleicht nicht beste Jahreszeit um mal wieder mit der Gesichtsbehaarung zu experimentieren. Dennoch gestartet: Der Vollbart-Test.<br clear="all"></li>
<li><img src="http://www.zone-g.de/wp-content/uploads/2010/07/5people.jpg" alt="" title="5people" width="100" height="157" class="alignright size-full wp-image-2516" />Zu letzt noch meine Sommerlektüre: <a href="http://www.amazon.de/Five-People-You-Meet-Heaven/dp/0751536148/ref=sr_1_3?ie=UTF8&#038;s=books-intl-de&#038;qid=1279458954&#038;sr=1-3">Five People you meet in Heaven</a> von Mitch Albom. Gerade erst begonnen, aber bereits schwer begeistert. Ich gehe davon aus, dass es seit langem mal wieder ein Buch ist, was ich zügig durchlesen werde. Der Schreibstil trifft genau meinen Nerv. Näheres folgt mit Beendigung der Lektüre</li>
</ul>
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		<title>Geschwafel</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 12:54:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schorsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein schlechter Journalist ist noch kein Philosoph. Kurt Tucholsky Die Olympischen Spiele nähern sich bereits wieder Ihrem Ende. Die geballte Sportberichterstattung hat bei mir die Frage hervorgerufen, ob es mit dem Journalismus wirklich so dermaßen den Bach runter geht, oder ob ich einfach nur eine verklärte Erinnerung an die Qualität früherer Berichterstattung habe. Sicher ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.zone-g.de/wp-content/uploads/2010/02/geiss.jpg" alt="geiss" title="geiss" width="100" height="100" class="rahmenrechts size-full wp-image-1938" /></p>
<blockquote><p>Ein schlechter Journalist ist noch kein Philosoph.<br />
<span style="font-size:0.7em">Kurt Tucholsky</span></p></blockquote>
<p>Die Olympischen Spiele nähern sich bereits wieder Ihrem Ende. Die geballte Sportberichterstattung hat bei mir die Frage hervorgerufen, ob es mit dem Journalismus wirklich so dermaßen den Bach runter geht, oder ob ich einfach nur eine verklärte Erinnerung an die Qualität früherer Berichterstattung habe. Sicher ist der Sportjournalismus nicht gerade das ideale Beispiel für eine Gesamtbetrachtung des Berufstandes, aber wer sich in den letzten zwei Wochen die Übertragungen aus Vancouver von ARD und ZDF angeschaut hat, dem durfte teilweise schon Bedenken gekommen sein.</p>
<p>Es kommt nicht von Ungefähr, dass der Begriff Journalist immer mehr durch das Wort Moderator ersetzt wird, wenn man sich die Selbstdarstellergruppe im Ersten und Zweiten angeschaut hat. Mit Berichterstattung hat es fast nichts mehr zu tun, das ist reine Show um der Show willen. Die Moderatoren nehmen sich fast wichtiger als die Athleten, biedern sich Kumpelhaft an und versuchen krampfhaft locker und witzig zu sein. Gutes Beispiel war der Montag im Ersten, als der Studiomoderator Michael Antwerpes anscheinend Geburtstag hatte. So genau war das nicht klar, da es nur ungefähr alle zehn Minuten angesprochen wurde. </p>
<p>Fachwissen wurde sich gar nicht erst angeeignet, denn man hatte ja glücklicherweise immer einen &#8220;Experten&#8221; zur Hand, der vornehmlich aus ehemals erfolgreichen Athleten rekrutiert wurde und glücklicherweise kaum gefragt wurde wie es denn damals war. Wurde dann alleine moderiert, bekam der Zuschauer sehr wichtige Hinweise geliefert. Fast immer wurde ein entfernter Verwandter oder enger Freund des gerade startenden Olympioniken erwähnt, der in diesem Moment &#8220;ganz sicher&#8221; zu Hause in Deutschland vor dem Fernsehen mitfiebert.<br />
Ich weiß nun auch, dass den Sportlern während des Wettkampfs isotonische Getränke oder Tee gereicht wird, ging ich doch immer von Fanta Orange aus. Und ich bin weiterhin begeistert, dass es Silber, Gold oder noch mehr werden könnte, was die betroffene Athletin jetzt mit Sicherheit wahrscheinlich eventuell gewinnen könnte.</p>
<p>Absoluter Höhepunkt war die Aussenmoderatorin des ZDF an der Rodelbahn, die zettelablesend ein investigatives Interview mit einem Funktionär über den Zustand der Rodelanlage führte. Eine Glanzleistung dort jemand zu einem außergewöhnlichen Ereignis hinzustellen, der vorher anscheinend noch nie ein Mikrofon in der Hand gehalten hat und vom Rodelsport ungefähr so wenig Ahnung hatte wie ein Pinguin vom Fliegen. </p>
<p>Besonders auffällig wird die Qualität der Berichterstattung, wenn man sie mit ausländischen Reportagen vergleicht. Während nämlich im deutschen Fernsehen durchgehend ein Bild von fröhlichen, ausgelassenen und gut organisierten Spielen gezeichnet wurde, und man sich gerne selbst feierte, so wurde im Ausland ein recht kritisches Bild gezeigt. Potential für kritische und journalistisch hochwertige Berichterstattung hat es nämlich durchaus gegeben. Die Spiele waren nämlich weit entfernt davon gut geplant worden zu sein. Aus allen Verbänden hagelte es Kritik und in fast keiner Sportart lief es reibungslos. Statt sich aber mal ein wenig intensiver mit defekten Eismaschinen, fehlkonstruierten Sportstätten oder überforderten Kampfrichtern zu beschäftigen, wurde dies im deutschen Fernsehen in Nebensätzen abgehandelt um sich lieber kumpelhaft duzend mit den Athleten über niedliche Plüschbiber zu unterhalten.</p>
<p>Ich musste während der zwei Wochen immer wieder an die Sendung ZDF-Sportspiegel denken. Das war noch Qualitätsjournalismus im Bereich Sport. Davon ist man jedoch so weit entfernt wie es nur gehen kann. Der Großteil der eingesetzten Moderatoren hat das wichtigste in ihrem Geschäft verlernt, bzw. nie gelernt: Journalismus ist Information und dient nicht der Unterhaltung. Es darf zwar unterhaltend sein, aber dies ist nicht der Primärzweck. Für die Unterhaltung haben die Sportler zu sorgen nicht die Journalisten. Und das wichtigste Handwerk des Journalisten ist Recherche. </p>
<p>Es tut mir leid ARD und ZDF, aber was ihr in Vancouver geleistet habt ist nicht Olympiareif. Nehmt unsere Gebühren und benutzt sie für eine vernünftige journalistische Ausbildung. Die Hofnarren spielen uns bereits eure Kollegen von den Privaten, dafür gebe ich meine Gebühr nicht her.</p>
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		<title>Großwetterlage</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 14:28:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schorsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Viel Schnee bringt reiche Ernte. Bauernweisheit Erstaunlich zu beobachten wie schnell sich die Sprache ändert. Bevor die alten Begriffe in Vergessenheit geraten, wäre es doch schön, sie für die Nachwelt zu sammeln. Ich fange mal damit an und bitte um sukzessive Erweiterung in den Kommentaren. leichter Schneefall, Winterwetter = Blizzard, Schneehölle, Schneechaos Sommerwetter = Hitzewelle, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.zone-g.de/wp-content/uploads/2010/01/gljubiljana.jpg" alt="gljubiljana" title="gljubiljana" width="100" height="100" class="rahmenrechts size-full wp-image-1736" /></p>
<blockquote><p>Viel Schnee bringt reiche Ernte.<br />
<span style="font-size:0.7em">Bauernweisheit</span></p></blockquote>
<p>Erstaunlich zu beobachten wie schnell sich die Sprache ändert. Bevor die alten Begriffe in Vergessenheit geraten, wäre es doch schön, sie für die Nachwelt zu sammeln. Ich fange mal damit an und bitte um sukzessive Erweiterung in den Kommentaren.</p>
<ul>
<li>leichter Schneefall, Winterwetter = Blizzard, Schneehölle, Schneechaos</li>
<li>Sommerwetter = Hitzewelle, Jahrhundertsommer, Gluthölle</li>
<li>Fußballspieler = Star</li>
<li>Statist = Prominenter</li>
<li>Politische Mehrheit = Erdrutschsieg</li>
<li>Wintergrippe = Grippepandemie, Schweinegrippe</li>
<li>Popsänger/-in = Megastar</li>
<li>Wind = Sturm</li>
<li>Flugzeug = Flieger</li>
<li>Flughafen = Airport</li>
<li>&#8220;zum Mitnehemen&#8221; oder &#8220;auf die Hand&#8221; = to go (was nebenbei gesagt fürchterlich grausam ist)</li>
<li>Belegtes Brot = Sandwich</li>
<li>groß =  XXL(jede poplige Currywurst oder jeder Filterkaffee darf nicht mehr groß sein, er ist &#8220;XXL&#8221;)</li>
</ul>
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		<title>Geschenke, Geschenke</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 10:18:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schorsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Geocaching]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Magic Mouse]]></category>
		<category><![CDATA[Rätsel]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Schönste am Schenken ist das Leuchten in den Augen der Beschenkten. Aus Russland So ein Jahrestag hat ja die Eigenschaft, dass eine Menge netter und lieber Menschen einen mit Glückwünschen und Geschenken bedenken. Von meinem Angetrauten wurde (bzw. werde, da die Lieferung noch nicht eingetroffen ist) ich mit diesem formschönen Gegenstand beglückt. Ich kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.zone-g.de/wp-content/uploads/2009/12/gbahn.jpg" alt="gbahn" title="gbahn" width="100" height="100" class="rahmenrechts size-full wp-image-1714" /></p>
<blockquote><p>Das Schönste am Schenken ist das Leuchten in den Augen der Beschenkten.<br />
<span style="font-size:0.7em">Aus Russland</span></p></blockquote>
<p>So ein Jahrestag hat ja die Eigenschaft, dass eine Menge netter und lieber Menschen einen mit Glückwünschen und Geschenken bedenken.</p>
<p><a href="http://www.zone-g.de/wp-content/uploads/2009/12/l_900_416_057A2B79-CD9B-4BE3-ABCF-519D5CAB8920.jpeg"><img src="http://www.zone-g.de/wp-content/uploads/2009/12/l_900_416_057A2B79-CD9B-4BE3-ABCF-519D5CAB8920.jpeg" alt="" width="300" height="138" class="rahmen size-small wp-image-364" /></a>Von meinem Angetrauten wurde (bzw. werde, da die Lieferung noch nicht eingetroffen ist) ich mit diesem formschönen Gegenstand beglückt. Ich kann es kaum erwarten so ganz ohne Scrollrad, nur durch die Bewegung meiner Finger, durch die unendlichen Welten des Internets zu huschen. Lieben Dank nochmals, mein Käsekuchen!</p>
<p><a href="http://www.zone-g.de/wp-content/uploads/2009/12/p_1600_1200_0EB798D4-1582-4100-A91E-3AFE53960A01.jpeg"><img src="http://www.zone-g.de/wp-content/uploads/2009/12/p_1600_1200_0EB798D4-1582-4100-A91E-3AFE53960A01-150x150.jpg" alt="p_1600_1200_0EB798D4-1582-4100-A91E-3AFE53960A01.jpeg" title="p_1600_1200_0EB798D4-1582-4100-A91E-3AFE53960A01.jpeg" width="150" height="150" class="alignright size-thumbnail wp-image-1708" /></a><a href="http://www.zone-g.de/wp-content/uploads/2009/12/l_1600_1200_25405C73-E7C2-47EE-B845-9C3BD817AF4E.jpeg"><img src="http://www.zone-g.de/wp-content/uploads/2009/12/l_1600_1200_25405C73-E7C2-47EE-B845-9C3BD817AF4E-150x150.jpg" alt="l_1600_1200_25405C73-E7C2-47EE-B845-9C3BD817AF4E.jpeg" title="l_1600_1200_25405C73-E7C2-47EE-B845-9C3BD817AF4E.jpeg" width="150" height="150" class="alignright size-thumbnail wp-image-1707" /></a>Gestern wurde ich dann von S. und L. auf eine Rätseljagd durch Köln gejagt. Eine sehr schöne Idee, verbunden mit einigen recht anspruchsvollen Aufgaben. So wusste ich zwar, dass der offizielle Name des Aachener Weihers &#8220;Hiroshima-Nagasaki-Park&#8221; ist, aber die Verbindung einer billigen Schuhmarke mit der R.E.M.-Single &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=CnSiI3iiFQQ">All the Way to Reno</a>&#8221; wollte mir partout nicht einfallen. Der Umweg über geparkte Minister, Sodoku-Rätsel, Taufbecken und mexikanische Schauspieler brachte mich dann zur Belohnung zu einem französischen Essen und auch noch zu einem Architekturführer meiner Heimatstadt. Vielen lieben Dank nochmals, es hat mir sehr viel Spaß gemacht!</p>
<p>Und auch ein großes Dankeschön für all die Anrufe, Glückwunschnachrichten und SMS! </p>
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		<title>Geschichte</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 13:34:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schorsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[9. November]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Mauer]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Schlüssel der Geschichte ist nicht in der Geschichte, er ist im Menschen. Théodore Simon Jouffroy &#8220;Die Charts der 80er&#8221;, &#8220;Die größten Fernsehmomente der 90er&#8221;, &#8220;Die 70er Show&#8221;. Der Mensch liebt es sich zu erinnern, zurück zu blicken, in Erinnerungen zu schwelgen. Es gab ein 70er-Revival, ein 80er-Revival, und heutzutage feiern die 90er gerade ihr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.zone-g.de/wp-content/uploads/2009/11/grandmanier.jpg" alt="grandmanier" title="grandmanier" width="100" height="100" class="rahmenrechts size-full wp-image-1567" /></p>
<blockquote><p>Der Schlüssel der Geschichte ist nicht in der Geschichte, er ist im Menschen.<br />
<span style="font-size:0.7em;">Théodore Simon Jouffroy</span></p></blockquote>
<p>&#8220;Die Charts der 80er&#8221;, &#8220;Die größten Fernsehmomente der 90er&#8221;, &#8220;Die 70er Show&#8221;. Der Mensch liebt es sich zu erinnern, zurück zu blicken, in Erinnerungen zu schwelgen. Es gab ein 70er-Revival, ein 80er-Revival, und heutzutage feiern die 90er gerade ihr Comeback.</p>
<p>Morgen ist wieder so ein Tag wo man gerne gefragt wird: &#8220;Was hast Du heute vor 20 Jahren gemacht?&#8221;, &#8220;Wie hast Du davon erfahren?&#8221;, &#8220;Wo warst Du?&#8221;. Und jeder erzählt freudig seine Geschichte vom Tag der Geschichte machte.<br />
Wenn mich jemand fragt, dann muss ich ehrlich antworten: &#8220;Ich weiß es nicht mehr&#8221;. Zu sehr bedrängt mich das kollektive Erinnern in allen Medien, als dass ich mit Sicherheit noch sagen kann was in meiner spärlichen Erinnerung an den 9.11.89 noch der Wahrheit entspricht, und was davon nur Erinnerung der Erinnerung anderer ist. Mit Sicherheit weiß ich nur, dass ein Freund bei mir war und wir die Ereignisse als nicht unglaublich Spektakulär empfanden.</p>
<p>Es war kurz vor meinem 18ten Geburtstag, ich hatte keine Verbindung zu irgendjemandem in der DDR, und die Wochenlange Omnipräsenz ausreisewilliger Ostdeutscher in den Nachrichten hatte eher den gegenteiligen Effekt der Desinteresse. Als Jugendlicher im äußersten Westen der Republik, beschäftigt mit der Last des Erwachsenwerdens, ohne annähernde Ahnung über das Leben der Menschen in der DDR, fühlte ich mich eher belästigt ob der Dinge die dort im Osten passierten. Sie betrafen mich einfach nicht, und die überschwängliche Freude der Menschen in der Tagesschau quittierte ich sogar abfällig mit einem fassungslosem Kopfschütteln.</p>
<p>Nun wird sich also kollektiv erinnert und das ist auch in Ordnung, aber dennoch nehme ich den meisten Geschichten die durch die Medien geistern die Geschichte nicht ab. Nein, es war gewiss nicht genau so wie A. oder B. die Ereignisse erzählen. Denn sie erzählen sie zum wiederholten Male, und dadurch entwickelt sich eine Eigendynamik der Realität mit anderen &#8220;Quellen&#8221; nachzuhelfen. Wenn alle es so erzählen, muss es ja so gewesen sein, und ja, richtig, plötzlich erinnert man sich. Geschichten der Geschichte willen. Es passt eben nicht zusammen, dass es ein historischer Tag sein soll, und man selbst hat nur Bohnen geputzt. </p>
<p>Nach dem 11. September sagte man auch, die Welt würde nicht mehr so sein wie vorher. Und in groben Strukturen hat sich auch vieles verändert, aber das Individuum betrifft eine solches historisches Ereignis eben in den seltensten Fällen. Der Mauerfall oder die Anschläge auf das WTC sind vermeintlich solch große Geschehnisse, dass man davon überzeugt ist sein eigenes Leben kann davon nicht unbetroffen bleiben. Und dann wacht man plötzlich 20 oder acht Jahre später auf, und stellt fest dass es für das persönliche Leben so wichtig war wie der sprichwörtliche Sack Reis. Dieser Diskrepanz begegnen wir mit den Geschichten zu geschichtsträchtigen Ereignissen. </p>
<p>Ein gutes Beispiel ist <a href="http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~EFEEFA70084A34F4283429EB78BDF75D0~ATpl~Ecommon~Scontent.html">dieses Interview</a> mit dem Journalisten Ricardo Ehrman in der FAZ, der damals die entscheidende Nachfrage an Schabowski gestellt hatte. Ich will ihm nicht zu nahe treten, und ihm auch nichts unterstellen, aber ich hege erheblich Zweifel an einigen seiner Aussagen. Der Ablauf ist filmisch dokumentiert, und da stimmt alles, aber ob seine Gedanken und seine Interpretation der Pressekonferenz zu diesem Zeitpunkt wirklich so waren? Will da sein Gedächtnis evtl. nicht nur ausgleichen, dass es ist nicht so gewesen sein <em>kann</em>, dass er einfach nur seinem Job nachgegangen ist und damit zufällig etwas ausgelöst hat, er aber womöglich in Gedanken schon zu Hause beim Abendessen war? Wie gesagt, ich will ihm nichts unterstellen, aber wie gerne hätte ich gelesen, dass er eigentlich nur so gedrängt hat, weil er endlich Feierabend machen wollte.</p>
<p>Ich würde mich gerne erinnern, allein schon um zu wissen was für banale Dinge ich an den Tagen des Mauerfalls gemacht habe. Aber es war vermutlich so banal, <em>dass</em> ich mich nicht erinnere. Ein paar Monate später bin ich durch die damals noch offiziell bestehende DDR gefahren um von Berlin nach Moskau zu fliegen. Und bereits da habe ich mich geärgert die Ereignisse des Mauerfalls nicht bewusster wahrgenommen zu haben. Vermutlich stimmt das aber auch nicht, und ich möchte nur, dass ich da schon so gedacht habe, um wenigstens ein Stückchen das Gefühl zu bekommen Teil der Geschichte zu sein.</p>
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