6September

Gutes Auge

brand.cfm

Design ist die Kunst, Funktion mit Ästhetik zu verbinden.
Unbekannt

Moment, hier stimmt etwas nicht. Das ist ein M und kein G.
Die Ausnahme hat ihren Grund: Es ist das wohl schönste M was ich seit langem gesehen habe.

Als ich vor knapp acht Jahren in Australien war hatte es mir die Stadt Melbourne angetan. Eventuell ist es die Sympathie mit dem Underdog, mit dem ewigen Zweiten, der Stadt die immer zu unrecht im Schatten des übermächtigen Sydney steht. Eine undankbare Rolle, denn Melbourne ist großartig.
Nun hat sich die Stadt ein neues Logo verpasst und ich bin sprachlos ob des wunderbaren Designs. Bis ins letzte Detail eine der besten Imagekampagnen, die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Einen Überblick findet man hier.

Melbourne, mit diesem Logo bist Du die Königin!

11Juni

Geräusche

goldbaer

Eines der gefährlichsten Geräusche, das man machen kann, ist laut zu denken.
Unbekannt

Eigentlich gibt es ja keinen Tag wo nicht ein neues sogenanntes social Network aus dem Boden Netz sprießt. Aber heute habe ich eins entdeckt, dass mir Spaß macht: AudioBoo. Das ist ein Onlineportal für Tonaufnahmen im Sinne von Flickr, Youtube oder Blip.fm. Als Nutzer nimmt man Boos, das sind bis zu fünf Minuten lange Tonschnippsel, auf und lädt sie auf das Portal. Wenn man will kann man die Aufnahme noch mit einem Foto versehen und Geotaggen. Natürlich darf auch eine Anbindung an Twitter nicht fehlen, oder man kann den Boos per RSS-Feed folgen.

Es gibt schon ein paar nette Sachen den man lauschen kann, wie dem Rauschen des Meeres oder den Ansagen eines Fernbahnhofes in Australien. Wenn Twitter Micro-Blogging ist, dann ist AudioBoo so etwas wie Micro-Podcasting.

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Charakter ist Eigenschaft
und Gewohnheit zugleich.
Johann Wolfgang von Goethe

Eine Sache die mich immer wieder stört und die mir heute bei diesem Artikel hier wieder unangenehm aufgestossen ist: Wenn in Nachrichten bestimmte Adjektive als beschreibende Charaktereigenschaft einer Person benutzt werden die jedoch gar nichts mit der Nachricht an sich zu tun haben. Beliebt sind Begriffe wie “türkische”, “homosexuelle”, “asylsuchende” oder “arbeitslose”. In dem betreffenden Artikel (ja, sehr gewagt bei der Express von Artikeln zu sprechen) ist es völlig irrelevant ob das Opfer homosexuell oder chinesisch war. Es wird aber wie selbstverständlich wie ein zweiter Vorname benutzt: “schwuler Student”. Ich bitte darum zukünftig bei jeden anderen Artikeln von “heterosexuellen Arbeitern” oder “deutschen Hausfrauen” zu reden. Genau dieser Gebrauch von Eigenschaften als beschreibende Adjektive schüren auf lange Sicht doch die Vorurteile. Warum wird bei Verbrechen immer explizit erwähnt wenn der Täter einen Migrationshintergrund hat, aber wenn er deutscher war nur von Täter gesprochen?
Kein Wunder, dass man häufig das Argument hört “Aber man liest es doch ständig in der Zeitung”, wenn mal wieder kleine diskriminierende Vorurteile über eine Minderheit am Stammtisch auftauchen.

Ich würde mich freuen wenn ich mal irgendwann die Überschrift “der braunäugige, heterosexuelle Ex-Bahnschef Mehdorn” lesen würde. Evtl. würde dann manchen die Absurdität von solchen Überschriften wie in der Express bewusst.

24Januar

Gratisabo

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Die Zeitung ist der Sekundenzeiger der Weltgeschichte.
Arthur Schopenhauer, (1788 – 1860)

Man mag ja von Sarkozy halten was man mag, aber diese Idee finde ich hervorragend und nachahmenswert: Jeder Franzose soll zu seinem 18. Geburtstag ein Jahresabo einer Tageszeitung seiner Wahl geschenkt bekommen. Bezahlt wird die Aktion von den Verlagen (Informationspresse) die wiederum dafür vom Staat subventioniert werden. So eine Maßnahme hilft allen Seiten.
Man könnte dagegen halten und behaupten dass die Tagespresse im Zeitalter des Internets sowieso im Sterben liege. Aber gerade in der Tatsache dass die Zeitungen nicht mehr schnell jede Meldung verbreiten müssen liegt ihre Chance. Mit der Aktualität des Internets kann die Tagespresse nicht mehr mithalten, aber wenn sie das Hauptaugenmerk auf gut recherchierten Journalismus und Analyse der Themenlage legt, ist sie dem Medium Internet voraus. Wer im Netz Themen von gestern beschreibt geht im Aktualitätswahn unter.
Bleibt zu hoffen dass sich die Presse ihrer Chance bewusst ist und sie nutzt, und stattdessen nicht ihre Alleinstellungsmerkmale des guten Journalismus im Aktionismus aufgibt um im verloren Kampf der Aktualität mithalten zu können.

21Januar

42 To Go

P1030022Die New York Times hat eine Liste der 44 Reiseziele erstellt, die man dieses Jahr besuchen sollte. Darunter auf Platz 30: Köln!
Darf man darauf Stolz sein? Ich sage mal: Ja!


CIMG0424Da ich den Jahreswechsel in Wien verbracht habe, sind schon zwei Destinationen abgehakt. 5,7% des Jahres sind heute um, und 4,5% der von der NYT empfohlenen Reiseziele habe ich bereits erreicht. Damit liege ich einigermaßen im Soll.