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	<title>zone g &#187; Essen</title>
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		<title>Gepr&#228;gt</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 20:46:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schorsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Oper]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Oper ist alles falsch: das Licht, die Dekorationen, die Frisuren der Balleteusen, ihre B&#252;sten und ihr L&#228;cheln. Wahr sind nur die Wirkungen, die von ihr ausgehen.
Edgar Degas
Sonntag, Ausflug in die diesj&#228;hrige europ&#228;ische Kulturhauptstadt. Das Aalto-Theater stand auf dem Programm. Alvar Aalto hat Essen ein Architektonisches Meisterwerk hinterlassen. Eine nette kleine F&#252;hrung brachte uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.zone-g.de/wp-content/uploads/2010/02/zugg.jpg" alt="zugg" title="zugg" width="100" height="100" class="rahmenrechts size-full wp-image-1906" /></p>
<blockquote><p>In der Oper ist alles falsch: das Licht, die Dekorationen, die Frisuren der Balleteusen, ihre B&#252;sten und ihr L&#228;cheln. Wahr sind nur die Wirkungen, die von ihr ausgehen.<br />
<span style="font-size:0.7em">Edgar Degas</span></p></blockquote>
<p>Sonntag, Ausflug in die diesj&#228;hrige europ&#228;ische <a href="http://www.essen-fuer-das-ruhrgebiet.ruhr2010.de/" class="liexternal">Kulturhauptstadt</a>. Das Aalto-Theater stand auf dem Programm. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alvar_Aalto" rel="nofollow" class="liwikipedia">Alvar Aalto</a> hat Essen ein Architektonisches Meisterwerk hinterlassen. Eine nette kleine F&#252;hrung brachte uns den Bau bis in kleinste Details n&#228;her. Und um auch die Funktionalit&#228;t zu pr&#252;fen, wurde Abends dann eine Auff&#252;hrung von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Turandot_(Oper)" rel="nofollow" class="liwikipedia">Turandot</a> besucht.</p>
<p>Ich bin nicht gerade der begeisterte Operng&#228;nger, mich zieht Theater einfach mehr an. Aber ab und an schaue ich dann doch gerne eine, besonders wenn sie in interessanten Opernh&#228;usern aufgef&#252;hrt wird. Das gesangliche und musikalische kann ich nicht so gut beurteilen, aber die Inszenierung hat mir gestern sehr gut gefallen. Gutes B&#252;hnenbild, sch&#246;ne Interpretation des Stoffs, und sehr politisch.</p>
<p><a href="http://twitpic.com/11x3z0" title="Share photos on twitter with Twitpic"><img src="http://twitpic.com/show/thumb/11x3z0.jpg" width="150" height="150" alt="Share photos on twitter with Twitpic" class="rahmen"></a>Was aber immer schlimmer wird, ist das Publikum. Sei es Kino, Theater oder Oper. Da wird unentwegt geredet, gehustet, geraschelt oder gar telefoniert. So schlimm wie gestern habe ich es noch nie erlebt. Verst&#228;rkt wurde diese Unruhe zum Zeitpunkt der Arie &#8222;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nessun_dorma" rel="nofollow" class="liwikipedia">Nessun Dorma</a>&#8220;. Sp&#228;testens da habe ich die totale Kommerzialisierung unserer Kultur verflucht. Die H&#228;lfte des Publikums fing an zu fl&#252;stern, man konnte mehrmals den Namen Paul Potts vernehmen, und ich glaubte eine Entt&#228;uschung zu sp&#252;ren als nach Beendigung nicht das Klanglogo der deutschen Telekom zu h&#246;ren war. </p>
<p>Die Dauerbeschallung der Arie in dem Werbespot und die damit verbundene Emotionalisierung, weckt vollkommen falsche Erwartungshaltungen. Man kann sich davon kaum frei machen. Der Zauber der Arie ist f&#252;r immer dahin. Das gleiche passierte damals mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/La_donna_è_mobile" rel="nofollow" class="liwikipedia">La donna è mobile</a> die mittlerweile unterbewusst immer noch Appetit auf Schokochrossies oder Tiefk&#252;hlpizza macht.<br />
Irgendwie ist es schade, aber leider auch nicht zu verhindern. Ich finde es bereits schlimm genug, wenn die Musik deiner Jugend pl&#246;tzlich im Supermarkt als softe Instrumentalversion deinen Einkauf begleitet. Man greift gen&#252;sslich nach dem Ziegenfrischk&#228;se im K&#252;hlregal, und vernimmt eine Version von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Smells_Like_Teen_Spirit" rel="nofollow" class="liwikipedia">Smells Like Teen Spirit</a> gespielt von einem drittklassischen Sinfonieorchester, das ist das Grauen pur. Manchmal frage ich mich, ob wir uns kulturell auf dem R&#252;ckzug befinden, dem Mittelalter gleich. Nach und nach verflacht unsere Kultur und unser kulturelles Wissen, so kommt es mir vor. Aber vermutlich denkt das jede Generation, und der Schein tr&#252;gt nur.</p>
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