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Mit erschrecken festgestellt, dass ich ganze zwei Wochen nichts geschrieben habe. Noch erschreckender ist, dass anscheinend nicht viel passiert ist in den zwei Wochen meines Lebens.
OK, Karneval habe ich dieses Jahr ausgesetzt (letztes Jahr auch schon, aber da war ich in London). Die Tage habe ich genutzt um in ein paar Schränken auszumisten und Ordnung zu schaffen. Sozusagen ein verfrühter Frühlingsputz.

Ein nettes kleines Programm gefunden für das ich auch bereit war knappe acht Euro zu bezahlen: Audiobook Builder. Es verwandelt Hörbucher ganz einfach in das m4b-Format, und verfügt über einige kleine Funktionen wie z.B. eigene Cover für die Unterkapitel. Die Hörbuchfunktion des I-Pod ist vielen noch nicht bekannt. Aber mit einer m4b-Datei ist es ein wahrer Genuss auf dem I-Pod Hörbüchern zu lauschen. Der I-Pod merkt sich die Stelle an der man unterbricht, und die Datei ist in Kapitel unterteilt, so dass man bequem skippen kann. Bisher hatte ich die Hörbücher immer als mp3 in I-Tunes verstreut, und wunderte mich wieso diese nicht unter Audiobooks zu finden waren. Ausserdem wurden die Texte nie bei den “zufälligen Titeln” übersprungen. Nun habe ich also Ordnung auf I-Pod und I-Tunes.

In My Blueberry Nights gewesen. Ein wirklich schöner, ruhiger und sehr angenehmer Film. Mich hat er ein wenig an Smoke erinnert, und mich dazu animiert diesen demnächst nochmals anzuschauen. Allein der Soundtrack von Blueberry Nights ist wunderschön, und liegt bereits als CD zu Hause.

BirneVon einem geschenkten Amazon-Gutschein habe ich mir ein Grafiktablett geleistet. Seit heute morgen bin ich Besitzer eines Wacom Bamboo Fun. Noch ist es etwas ungewohnt, aber man kann damit sehr interessante Sachen machen. Mit dem Tablett bekommt man z.B. auch das Programm Art Rage welches den Mac zu einer Leinwand verwandelt. Einen ersten Versuch seht ihr hier.

Nun gut, ich bin Freitags abends dann doch beim Elektronikdiskonter vorbei und hab mir den Leoparden gekauft. Das Wochenende war noch voller Freizeit, und so dachte ich mir, dass ich meinem Rechner die neue Katze verpassen kann. Aus Windowszeiten bin ich gewohnt gewesen viel Zeit für einen Betriebssystemwechsel einzuplanen. Also machte ich es mir zu Hause gemütlich, packte die Installions-DVD aus und machte noch schnell eine Datensicherung.
Dann die DVD einlegen und etwas mehr als eine Stunde warten. Bei Windows musste man ja immer in der Nähe bleiben, da ständig Abfragen kamen, bzw. Neustarts erforderlich waren etc.. Deshalb konnte ich es kaum glauben als ich nach einer Stunde zum Rechner zurückkehrte: Mich erwartete mein MacBook unter dem neuen Betriebssystem 10.5 mit all meinen Programmen und Einstellungen. Nichts ist verloren gegangen, alles läuft flüssig, kein einziges Problem. Tja, und hätte ich unter Windows erstmal wieder mühselig alle Programme aufspielen müssen,
so hatt ich nun ein ganzes Wochenende um die Neuerungen von Leopard auszuprobieren.

Time Machine finde ich eine sehr gute Sache, denn mal ehrlich, wer macht schon regelmäßig Datensicherungen. Nun brauche ich mich nicht mehr drum kümmern und ich kann relativ einfach alte Dateien wieder hervorholen wenn ich sie brauche.
Spotlight ist noch schneller geworden, und hat noch ein paar kleine aber feine Funktionen dazu bekommen.
Der Finder ist auch gut gelungen. Coverflow hilft in bestimmten Ordenern sehr den Überblick zu halten, und die integrierte Übersicht (Quickview) ist einfach nur genial. Nun kann man endlich schnell in eine Datei schauen, ohne gleich das dazugehörige Programm zu starten.
Spaces ist zwar aus anderen Betriebssystemen wie Linux schon bekannt, ist jedoch wirklich eine gute Funktion, besonders weil man den verschiedenen Schreibtischen unterschiedliche Programme zuordnen kann.
Einzig die Stapel finde ich schlecht umgesetzt. In den Vorankündigungen haben die anders funktioniert, so wie sie jetzt sind stellen sie jedoch eine Verschlechterung dar. Da war es unter Tiger einfacher mit den Ordnern im Dock. Aber ich bin mir sicher, dass dies noch geändert wird.
Und dann sind da noch viele kleine Neuerungen, die einem das Arbeiten erleichtern, die jedoch den Rahmen hier sprengen würden.

Jetzt schnurrt sie also meine neue Hauskatze, und ich bin sehr zufrieden.

  • Müsste ich mit der Bahn zur Arbeit, wäre meine Geduld mit den Streikenden am Ende.
  • Würde mich jemand zu der geplanten Strompreiserhöhung fragen, so würde ich antworten: “Abgesehen davon ob sie gerechtfertigt ist oder nicht, warum nehmen wir sie nicht zum Anlaß endlich ernsthaft über unseren überdimensionierten Stromverbrauch nachzudenken? Wechseln tue ich nicht, ich bin schon bei Lichtblick.”
  • Müsste der geplante EU-Vertrag nicht “der Wille Polens” heißen, und nicht “Kompromiss”, sollte er heute wie geplant unterzeichnet werden?
  • Würde mein Mac Os Tiger nicht so reibungslos laufen, würde ich mir den Leoparden bestellen.
  • Wäre ich nicht gestern erst im Kino gewesen, so würde ich heute in Lust, Caution gehen.

Auch wenn ich den Mac mittlerweile schon ein paar Monate habe, so gibt es manchmal noch Dinge die mich verblüffen. Vermutlich ein alter Hut, für mich als früherer Windowsbenutzer eine Neuentdeckung: Die Ordneraktionen.

Sehr nützliches Beispiel: Ein Ordner der automatisch Bilddateien in JPGs verwandelt sobald man sie in den Order ablegt. Die Sache ist ganz einfach: Ordner anlegen, rechte Maustaste (oder ctrl und klick), “Ordneraktionen aktivieren”, nochmals rechte Maustaste, “Ordneraktion anhängen”, aus der Library die richtige Aktion auswählen, fertig.
Schiebt man nun eine Bilddatei in den Ordner, so wandelt er ihn automatisch in ein JPG um, und behält in einem Unterordner die Originaldatei.
ordn.jpgordn1.jpgordn2.jpg
ordn3.jpg

Dies ist natürlich nur eine Möglichkeit, es gibt einige vorgegebene, wie z.B. alles in PDF umwandeln, oder nach rechts drehen. Und man kann im Netz noch andere schöne Scripts finden, oder selbst welche schreiben.
Möglich, dass es sowas auch bei Windows gibt, ich kannte es nicht. Ich finde es genial.