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Wie immer zur frühen Morgenstunde in Los Angeles wurden eben die Oscarnominierungen bekannt gegeben:

Bester Film:

  • Frost/Nixon
  • The Curious Case of Benjamin Button
  • Milk
  • Slumdog Millionaire
  • The Reader

Bester Hauptdarsteller:

  • Sean Penn (“Milk”)
  • Frank Langella (“Frost/Nixon”)
  • Mickey Rourke (“The Wrestler”)
  • Richard Jenkins (“The Visitor”)
  • Brad Pitt (“The Curious Case of Benjamin Button”)

Beste Hauptdarstellerin:

  • Kate Winslet (“The Reader”)
  • Anne Hathaway (“Rachel Getting Married”)
  • Meryl Streep (“Doubt”)
  • Angelina Jolie (“Changeling”)
  • Melissa Leo (“Frozen River”)

Bester Nebendarsteller:

  • Heath Ledger (“The Dark Knight”)
  • Josh Brolin (“Milk”)
  • Michael Shannon (“Revolutionary Road”)
  • Robert Downey Jr. (“Tropic Thunder”)
  • Philip Seymour Hoffman (“Doubt”)

Beste Nebendarstellerin:

  • Penelope Cruz (“Vicky Cristina Barcelona”)
  • Amy Adams (“Doubt”)
  • Viola Davis (“Doubt”)
  • Taraji P. Henson (“The Curious Case of Benjamin Button”)
  • Marisa Tomei (“The Wrestler”)

Beste Regie:

  • David Fincher (“The Curious Case of Benjamin Button”)
  • Danny Boyle (“Slumdog Millionaire”)
  • Gus Van Sant (“Milk”)
  • Ron Howard (“Frost/Nixon”)
  • Stephen Daldry (“The Reader”)

Bestes Originaldrehbuch:

  • In Bruges
  • WALL-E
  • Frozen River
  • Milk
  • Happy-Go-Lucky

Bestes adaptiertes Drehbuch:

  • Slumdog Millionaire
  • The Curious Case of Benjamin Button
  • Frost/Nixon
  • The Reader
  • Doubt

Die Fett markierten sind meine Tipps, bzw. Wünsche.

Ok, das Live-blogging von mir war heuer nicht so konsequent und eher Stichwortartig, aber ich hatte mich in den Skype-Chat mit C. zurückgezogen. Beiderseits des Atlantiks haben wir so über die Stars und Sternchen geplaudert.

Mein Fazit der Oscarnacht:

Es mag daran liegen dass ich älter werde, aber ich habe das Gefühl dass in den Neunzigern einfach größere Momente zu sehen waren. Die Shows werden immer ärmer an Highlights und wirken glatter. Zwar fand ich es dieses Jahr nicht ganz so schlimm wie letztes Jahr, aber es war Meilenweit von den Verleihungen entfernt als noch Billy Crystal moderierte. Jon Stewart war gut und witzig, aber das Rahmenprogramm wirkte sehr dürftig. Und mir kann keiner erzählen, dass es am kurzfristigen Ende des Streiks lag. So eine Show wird sicher nicht erst in den letzten zwei Wochen geplant.

Trends die wir ausgemacht haben:

  • Vorherrschende Farbe bei den Frauen war Rot.
  • Fahrstuhlmusik muss in Hollywood sehr hip sein, anders waren die schwachen Songs nicht zu erklären
  • Schwanger, Schwanger, Schwanger
  • Männer tragen Alt-Hippie-Langhaar-Frisuren

Ich glaubte noch den Trend zu entdecken, dass viele weibliche Stars ein wenig nach “gefangen im falschen Körper” aussahen (und Daniel Day-Lewis hatte auch was weibliches), C. widersprach mir da aber und führte diese Beobachtung auf Übermüdung zurück.

Interessant finde ich auch immer wieder, wie groß doch die Anzahl der Hollywoodgrößen ist. Mir fallen immer ein paar Dutzend ein die ich gerne gesehen hätte, die aber in dem Jahr nicht dabei sind aus Mangel an nominierten Filmen. Dies ist evtl. auch ein Grund warum ich die Verleihung fade fand: Kein Ethan, Edward, Jake, Denzel, Sean, Tim, Ang, Mark, Jude, Matt, Gael. Keine Barbra, Emma, Juliette, Jodie, Judy, Whoopie, Gwyneth, Julia, Susan. To name a few.

Was mir auch so ein bisschen fehlte war, dass man die Gelegenheit der 80. Verleihung mal hätte nutzen können um auf bedeutende Filme hinzuweisen die vom Oscar übergangen wurden. Ein Zusammenschnitt der “how could this happen?”-Momente hätte mir gut gefallen.

Interessant war auch die Beobachtung, dass ich hier in Europa trotz Verzögerung durch die Satellitenübertragung immer ein paar Sekunden früher den Gewinner wusste, als C. in Ft. Lauderdale. Hätte nicht gedacht dass Nippelgate immernoch so eine Auswirkung hat.

Über die Filme und die Berechtigung der Gewinner kann ich mir noch kein Urteil bilden. Da müssen jetzt ein paar Abende Kino her.

Die Coen-Brüder räumen ab, und ich hätte ihn gerne vor der Verleihung gesehen. Naja, wird nachgeholt.

Bester Schauspieler Daniel Day-Lewis, Oscar war so gut wie klar, und von von mir bekommt er noch einen für den schlechtesten Anzug.

Bestes Drehbuch für Juno, sicher auch nicht ganz überraschend.

Original Score für Atonement, das dürfte der Trostoscar sein.

Ich glaube das sind die langweiligsten Lieder die jemals für den Oscar nominiert wurden.

Austria, 12 Points!

Und die erste richtige Überraschung – hätte gedacht es geht an Julie Christie. Freu mich aber, dass es nicht wieder ein Oscar an ich-spiele-einen-Kranken gibt.

Oh, schon beste Hauptdarstellerin, das geht aber schnell heute.

Tilda Swinton, wäre auch mein Tipp gewesen.

Javier Bardem, keine große Überraschung und verdient.

Ohje, dieser Song soll nominiert sein für das beste Lied? Ist ja wie amerikanisches DJ Ötzi.

C. bemerkt gerade, dass Rot wohl die Farbe der Saison bei den Damen ist.

schön, John Stewart fährt dieses Jahr nicht mit angezogener Handbremse.

es geht los

Endlich, die abc pre-show wird geschaltet.

Neeeein, jetzt ist der Donnersmarck bei dem, der interessiert doch niemand mehr.

Kaum schreibe ich es, und schon ist tote Hose bei Steven.

Immerhin schafft Pro-Sieben ein paar Stars vor die Linse zu bekommen.

Was gäbe ich momentan für die Möglichkeit amerikanisches Fernsehen zu empfangen. Steven sucks!

Und da ist mein spezieller Freund Steven Gätjen – auf geht’s, blamier dich wo Du nur kannst.

So, Knabbersachen, Kaffee, Häagen Dasz-Eis und Schokolade liegen griffbereit. Die Oscarnacht kann beginnen. Jetzt heißt es erstmal sich knapp 1 1/2 Stunden über die peinliche Pre-Show von Pro-Sieben zu quälen.

Morgen Nacht ist wieder Oscar-Verleihung. Der Autorenstreik ist beendet und die Nacht gerettet. Leider werde ich wohl alleine schauen, um jedoch evtl. nicht ganz alleine zu sein werde ich live bloggen. Man kann also gerne hier vorbeischauen.

Um die Zeit bis dahin etwas kurzweiliger zu gestalten ein kleines Widget von abc zur Oscar-Verleihung: