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Mal wieder ein Mittwochseintrag.
Die Passagen sind zwar wieder schön gewesen, aber irgendwie machen sie in erster Linie neidisch. Entweder die Wohnung ist zu klein oder der Geldbeutel zu leer. — Monopoly sucht die Städte für eine “World-Edition”. Ich stimme zwar fleißig für meine Heimatstadt Köln, ärgere mich aber eher darüber, dass fast nur westlich geprägte Städte zur Abstimmung stehen. Natürlich ist es das kapitalistische Spiel per se, aber wo sind Städte wie Teheran, Dhaka, Karatschi,Lagos, Kabul oder Ibadan? — Die Japaner haben immer wieder die schönsten Design-Ideen. Hier findet man ein Wasserglas, das nicht einfach schnöde Ränder hinterlässt, sondern süße kleine Wasserränder in Form einer Kirschblüte. Hat jemand eine Idee wo man die hier in Deutschland erwerben kann? — Die Oscarnominierungen stehen fest. Der Höhepunkt der Western-Filme ist anscheinend immer noch nicht erreicht. Nun gut, insgesamt eine akzeptable Mischung und noch einige viele Kinoabende für mich bis zum 24. Februar. — Heath Ledger ist tot. Bedauerlich, er war ein großes Talent. Als Ennis del Mar in Brokeback Mountain hat er sich auch in mein Herz gespielt. Auch wenn ihm leider der Oscar verwehrt wurde.

drachenläuferEin paar Zeilen zu dem Film Drachenläufer den ich gestern ganz spontan im Kino angesehen habe. Ich muss zugeben, dass ich unvorbereitet in diesen Film gegangen bin, und der dem Film zu Grunde liegende Roman war mir auch völlig unbekannt.
Das Fazit vorweg: Ich kann dem Film nur das Prädikat “besonders empfehlenswert” geben. Ich empfehle den Film jedoch weniger weil er ein cineastisches Meisterwerk wäre. Sicher, er ist handwerklich gut gemacht, zeigt solide bis sehr gute schauspielerische Leistung und besticht durch schöne Bilder. Als das macht ihn jedoch nicht zum Meisterwerk, da es auch einige Schwächen gibt. Das besondere des Films ist es, dass er es schafft Neugierde und Bewusstsein für ein Land zu wecken welches in unseren westlichen Köpfen längst nur noch ein Synonym für Krieg und Terrorismus ist. Dies geschieht nicht durch lehrreiches, mahnendes Geschichtsdrama, sondern durch eine wunderbare Geschichte über Freundschaft, Schuld und Sühne welche sich zufällig mit den Ereignissen in Afghanistan überschneiden. In den knapp zwei Stunden des Films habe ich mehr über Afghanistan erfahren als in jeder politischen Reportage. Und zwar weil mir die Menschen näher gebracht wurden. Die Nachrichten aus der Region sind auf Dauer so gesichtslos, dass man die Menschen völlig vergisst. Es geht nur noch um politische Strategien, Macht und Krieg. Alles wirkt mechanisch, und dann geht man in so einen Film und stellt erschrocken fest wie sehr man das menschliche vergessen hat.
Ich habe jedenfalls den Vormittag damit verbracht mich intensiv in die Thematik Afghanistan einzulesen, und als nächster Kinobesuch wird wohl der Film Der Krieg des Charlie Wilson sein, der sich auf komplett andere Weise der Historie des Landes nähert.

würde ich im November folgende Kandidaten bevorzugen (bei 100% für den idealen Kandidaten):

Ergebnis durch SelectSmart

Besonders auffällig die inflationäre Benutzung der Wörter “Hope”, “Change” und “Experience” in den Kampagnen.

Überall wird gemunkelt, dass Münte nicht nur aus persönlichen Gründen zurücktritt, sondern auch aus dem unzufriedenen Ausgang der Koalitionsrunde. Ich würde eher sagen: Die Koalitionsrunde hat so geendet, weil klar war dass Münte nicht mehr lange Vize ist. Warum sollte sich die Union auf Forderungen eines scheidenden Vizekanzlers einlassen?

Auf Nimmerwiedersehen Herr Kaczynski!