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Das Abendspiel bestreiten:

England gegen die USA

Die vermeintliche einfachste Partie, die sich jedoch als schwierig erweist ob der Fülle an Möglichkeiten. Neuentdeckungen werden mir hier nicht gelingen, deswegen gibt es was altbewährtes:

Für England treten Foals an:

Und wenn wir für England die Fohlen ins Rennen schicken, kommen für die Staaten The Ponys ins Spiel.

Da denkt man 8 Jahre lang die Amerikaner hätten den dümmsten Präsidenten aller Zeiten und das würde niemand mehr toppen können, und dann kommt diese Person hier:

Wenn man bedenkt, dass in knapp einem Monat die Möglichkeit besteht das Frau Palin nur noch einen Herzinfakt vom Präsidentenamt entfernt ist, dann kann man sich nur noch vor den Kopf schlagen. Hier wird deutlich warum die Republikaner seit Tagen versuchen die Kanditatendebatte im Fernsehen zu verschieben. Und dann wird diese Frau als Frau aus dem Volke oder eine von uns gepriesen. Wenn ich Amerikaner wäre würde ich mir als mögliche Präsidentin allerdings jemanden wünschen der intelligenter, weiser, gebildeter und weitsichtiger wäre als das Volk. Oder wie ich es in einem Forum gelesen habe: Wenn sie jemanden just like us haben wollen, dann sollten sie das Präsidentenamt verlosen. Die Chancen dass dabei etwas besseres als Palin herraussprünge ständen gut.

Der Krieg ist angekommen in der deutschen Presse. Wurde bisher eher von Konflikt oder Krisengebiet gesprochen, während die ausländische Presse bereits den Begriff ‘War’ benutzte, so fasst das Schlagwort Libanon-Krieg nun auch in deutschen Gazetten Fuß. Die Zurückhaltung der deutschen Presse deute ich als Zwiespalt in der Bewertung Israels. Deutsche haben auf Grund der Vergangenheit deutliche Probleme mit Äußerung politischer Meinungen zum Theme Israel. Sicherlich ist da auch Vorsicht geboten, und der Begriff Krieg hätte da vorschnell Stellung bezogen. Denn das Wort Krieg verlangt nach einem Aggressor, und den könnte man schnell in Israel sehen.

Ich finde die Zurückhaltung jedoch unangebracht, denn sonst wird in der Presse mittlerweile alles andere auch schnell mit Superlativen belegt, und jede noch so kleine Krise wird zum Terror, nur weil sie sich so medientechnisch besser vermarkten läßt. Und die Furcht sich teilweise Israelkritisch zu äußern empfinde ich als journalistisch unprofessionell. Es ist die Furcht für oder gegen eine Kriegseite zu sein. Und jeder Journalist sollte wissen dass es kein für oder gegen eine Kriegseite gibt, sondern nur eine gegen Krieg.

Nach meinem empfinden ist dies kein neuer Krieg. Der Krieg zwischen Israel und der Hisbollah ist nur dramatischer geworden. Er existiert schon seit langem, wirkt sich aber jetzt auch auf andere Staaten aus.
Für dieses Ausbreiten (welches hoffentlich noch zu stoppen ist) mache ich in erster Linie einen Umstand verantwortlich: Das fehlen jeglicher diplomatischen Fähigkeiten der Regierung Bush.
Herr Bush und seine Außenminister haben es geschafft sich aller diplomatischer Möglichkeiten zu berauben die sie hatten, und ein (zugegebenermaßen labiles) Gleichgewicht vollkommen zu zerstören. Ich wage zu behaupten dass es uns um Jahrhunderte zurückwirft. Man kann zu den vorherigen Präsidenten der USA stehen wie man will, aber die meisten hatten wenigsten begriffen, dass man Chirurgie nicht mit dem Metzgerbeil betreiben kann. Ausnahme war der Vater des Diplomatieidioten, aber der hatte glücklicherweise nicht solange Zeit soviel anzurichten.

Das Üble an der Sache ist, dass noch nicht einmal Lernfähigkeit vorhanden ist. Frau Rice und Herr Bush stehen sprachlos vor dem offenem Patienten und statt auf erfahrene Chirurgen zu hören hacken sie munter weitere Organe ab, sie werden schon irgendwann das richtige treffen auch wenn der Patient dann schon längst tot ist.

Zu dem Thema noch ein Artkel eines Gastautors in der SZ: “Für die Toten ist nur die Hisbollah verantwortlich”. Genau diese Schwarzweiß-Weltansicht der USA wird dazu führen dass es im Nahen Osten so schnell keinen Frieden geben wird. (Dieser Artikel treibt mir so sehr die Galle hoch, dass ich da lieber zu einem späteren Zeitpunkt etwas zu schreibe, sonst werde ich auch noch zum Aggressor)

Übrigens mein UNwort dieser Tage: Befriedung – warum muss ich da immer an Friedhof denken?