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Um mal wieder etwas Content zu generieren ein paar Bilder vom verschneiten Köln. In dieser Stadt wirklich ein ungewöhnliches Bild, umso mehr als dass die weiße Pracht nicht sofort weggetaut ist und sich vermutlich noch ein paar Tage hält.

Da ja momentan soviel über den oder die milden Winter geschimpft wird: Heute vor 80 Jahren fanden in St. Moritz die zweiten Olympischen Winterspiele statt, und am 15. Februar mussten alle Wettkämpfe wegen Regens abgesagt werden. Ich zitiere das Olympia-Lexikon:

Der 15. Februar fiel wegen strömenden Regens als Wettkampftag völlig aus. Regen im Februar im Engadin, das hatte es seit Menschengedenken nicht gegeben.

Die Nachrichten über den milden Winter 1928 fand ich, weil heute vor 80 Jahren in Zabrze (dem damaligen Hindenburg) mein Vater geboren wurde.
Alles Liebe und Gute zum Geburtstag Papa!

Und auch ein paar Glückwünsche nach Stuttgart zu M. der heute immerhin 45 Jahre alt wird.

Es wird langsam Zeit über zwei Filme zu berichten die ich kürzlich im Kino sah:
Deutschland ein Sommermärchen und Snow Cake.

EckeÜber ersteren Film muss man ja nicht sehr viel erzählen, die meisten werden sich noch an die deutschen Fußballwochen erinnern, egal ob man nun etwas mit dem Sport anfangen kann oder nicht. Entziehen konnte man sich dem Ereignis kaum. So gelungen wie die Weltmeisterschaft, so gelungen ist auch die Dokumentation von Sönke Wortmann. Er erzählt die Geschichte der WM ganz leise, d.h. ohne künstliche erzeugte Emotionen. Keine überlangen Zeitlupen von entscheidenden Toren, keine überdramatisierende Musik. Alle Emotionen überläßt Wortmann dem Zuschauer. Man bekommt keine Gänsehaut weil der Regisseur dies an dieser Stelle so will, sondern weil die Bilder die Emotionen wieder hervorholen. Deshalb dürfte der Film auch für jeden anders funktionieren. Ich z.B. habe mich immer wieder an die gemeinsamen Tage vor dem Fernseher, an die zwei Stadionbesuche, und die ganzen Jubelfeiern erinnert. Jemand der sich in den vier Wochen nicht so sehr vom Fußballfieber mitreißen hat lassen, bietet der Film indessen einige sehr interessante Blicke hinter die Kulissen so eines Großereignisses.
Ich finde es eine rundum gelungene Dokumentation, und empfehle jedem an Nikolaus die ARD einzuschalten.

SnowKurz zum Inhalt des zweiten Films:
Der Engländer Alex Hughes ist mit dem Auto durchs winterliche Kanada unterwegs. Eher wiederwillig nimmt er eine Anhalterin mit. Während eine Autounfalls verstirbt die Anhalterin, und Hughes macht sich auf zu der Mutter um ihr persönlich die Todesnachricht zu überbringen. Mutter Linda ist Autistin und äußert ihre Gefühle auf ihre Art, was auf Nicht-Autisten etwas befremdlich wirkt. Alex bleibt ein paar Tage bei ihr, um ihr zu helfen. Während dieser Zeit entwickelt sich auch eine kleine Romanze mit der Nachbarin.
Snow Cake ist ein wunderbarer Film. Obwohl die Handlung etwas merkwürdig konstruiert wirkt, schafft es der Film die ganze Zeit über eine unglaublich klare Realität zu vermitteln. Es ist so schön wie ohne großen Pathos hier ganz einfach die Geschichten von ein paar Menschen erzählt wird, ohne auch nur einen Augenblick langweilig zu sein. Es geht um Tod, Liebe und die Einzigartigkeit des Menschen. Und auch hier werden die Emotionen authentisch vermittelt, und zwar weil sie dem Zuseher nicht aufgezwungen werden, sondern weil sie einfach nur erzählt werden.
Besonders wird der Film auch durch seine schauspielerische Leistung. Sigourney Weaver zeigt beindruckend wieviel Facetten ihr Talent hat und erreicht spielend die Qualität wie in Der Eissturm, spätestens seit dieser Role zählt sie für mich zu den besten Charakterschauspielerinnen Hollywoods. Alan Rickman überzeugt ebenso, und ich würde mir für ihn noch mehr Hauptrollen wünschen.
Alles in allem ein sehr sehenswerter Film, und ein gelungener Auftakt meiner winterlichen Kinosession.