Mittwoch#15

Ostern ist mein liebstes Kirchenfest. Wahrscheinlich weniger wegen der christlichen Bedeutung, sondern wegen der Lage im Kalender. Es ist immer wie ein Startschuß für die Seele, der Aufbruch für die hellen, warmen Tage. Dieses Jahr mit so einer Wucht, dass ich mir gleich einen Sonnenbrand im Gesicht geholt habe. Der Besuch bei meinen Eltern in Oberbayern bescherte mir auch wieder einige Stunden Bahnfahrt durch das sonnige, österliche Deutschland. Seltsamerweise werde ich immer ein Stück weit melancholisch wenn ich stundenlang aus dem Fenster auf Land und Leute blicke.

Erwähnenswertes diese Woche:

  • Den Roman Die Terroristen zu Ende gelesen. Erstaunlich wie aktuell ein Roman vom Ende der 70er Jahre sein kann. Teilweise muss man dem Autorenduo schon fast hellseherische Fähigkeiten unterstellen. Ich sage nur soviel: Ein Gouverneur aus Texas als Präsidentschaftskandidat, der mit seinen extrem rechten Ansichten und der Unfähigkeit politische Zusammenhänge zu verstehen, die Welt nahe an einen Weltkrieg führt.
  • Bei einem Abendspaziergang am Rhein spielte sich am Himmel ein unglaubliches Lichtspektakel ab und tauchte die Skyline in ein atemberaubendes Farbenspiel. Würde ich diese Stadt nicht schon so sehr lieben, spätestens seit diesem Moment wäre es um mich geschehen gewesen.
  • Mittlerweile die dritte Folge von Brothers and Sisters gesehen. Dies ist wirklich eine Serie nach meinem Geschmack. Ein bisschen Drama, ein bisschen Humor, viele gute Schauspieler, eine gehörige Portion Soap und sehr viel Suchtpotential.
  • Die wiederholte Entdeckung dass München sehr wohl eine schöne Stadt ist, aber Schickimicki-Flair und überhebliches Getue der Einwohner erzeugen in mir immer eine Spur Ekel.

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