SAS – Strike after strike

Da freut man sich auf ein verlängertes Wochenende in Stockholm, und dann beginnnt die Belegschaft der Airline zu streiken, mit der man zu fliegen gedenkt. Ich habe mich schon häufiger gefragt ob Arbeitsniederlegungen in unserer Zeit eigentlich noch sinnvoll sind. Sicherlich gibt es Situationen in den man Druck auf den Arbeitgeber ausüben kann und sollte, jedoch als allerletztes Mittel. Nehmen wir als Beispiel die Fluggesellschaft um die es in diesem Fall geht: SAS. Hier hat die Belegschaft in den letzten zehn Jahren sage und schreibe 74 mal gestreikt. Nur die Kollegen aus Italien überbieten diese Zahl. Sowohl SAS als auch Alitalia schreiben interessanterweise seit Jahren rote Zahlen. Ich sehe da einen direkten Zusammenhang, denn ein Wirtschaftsunternehmen das durch ständige Streiks unzuverlässig und unberechenbar wird verliert zwangsläufig sein wichtigstes Gut: Die Kunden. Würde die Gesellschaft einen Gewinnüberschuss nach dem Anderen erzielen und seine Angestellten daran nicht teilhaben lassen, dann halte ich Streiks evtl. für sinnvoll. Aber wenn die Gesellschaft unter extremen Sparzwang steht, kann man doch nicht einfach mehr Geld verlangen und dies versuchen zu erpressen. Jeder Streiktag kostet die SAS 2,2 Millionen Euro. Bereits genau vor einem Monat gab es einen dreitägigen Streik, mit heute und morgen macht dies bereits über 10 Millionen Euro. Da kann ich nur sagen: Macht weiter so, dann wird SAS schneller von Lufthansa aufgekauft als euch lieb ist, und schon sieht es noch düsterer für eure Arbeitsplätze aus. Man kann doch nur verlieren. Mich haben Sie als Kunden jedenfalls verloren, denn bevor ich nochmals SAS buche bezahle ich lieber ein paar Euro mehr und nehme ein Gesellschaft die nicht wegen jeder Zigarettenpause streiken muss. Nach unzähligen Telefongesprächen und einem ausdauernden Amex-Reisesevice geht es jetzt doch nach Stockholm – mit KLM. Wann und wie wir wieder zurückkommen liegt an der Streikausdauer der schwedischen Saftschubsen.

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